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Key Performance Indicators (KPI)

Der Webanalyse-Markt ist seit einiger Zeit im Umbruch. Weg von der Freakshow nicht-tageslichttauglicher Klischee-Informatiker mit ausgewachsenem Zahlen-Fetisch hin zur Salonfähigkeit im Marketing. Aktuelle Tools beantworten mehr und mehr Fragen statt nur einen Haufen Zahlen und hunderte von Reports zu produzieren. Dennoch müssen nach wie vor die richtigen Fragen gestellt werden.

Key Perfomance Indikatoren bezeichnen Kennzahlen auf deren Basis man die Leistung von Prozessesn misst. Genau diese Kennzahlen gilt es zu finden und zu identifizieren, wenn die Webanalyse als zentral genutzes Marketingtool eingesetzt werden soll

Die wichtigste Frage ist die nach dem Sinn und Ziel meiner Webseite. Ich habe schon oft Webauftritte begleitet, die am Ende zu einer simplen Präsens verkommen sind, da sich niemand vorher mit der Frage nach dem Ziel beschäftigt hat. Bei einigen Webseiten ist es recht einfach den Typ zu identifizieren:

e-Commerce / Shopping: Hier muss man nicht lange überlegen was dahinter steckt. Umsatz lautet die Devise und dementsprechend einfach sind auch die KPIs zu definieren. Typischerweise sind dies:

  • Umsatz
  • Konversions-Rate
  • Abbruchrate im Kaufprozess
  • Durchschnittlicher Bestellwert
  • Anzahl der Aufträge / Bestellungen

Content-Seiten / Informationsportale: Für KPIs von reinen Contentseiten muss man sich den Inhalt etwas genauer anschauen und die Frage stellen wie man über Erfolg- und Misserfolg des Inhalts oder der Webseite urteilen kann. Mögliche KPIs wären:

  • Anzahl wiederkehrende vs. einmalige Besucher
  • Klickrate oder Umsatz über eingeblendete Werbung
  • Anzahl Newsletter-Abos
  • Anzahl RSS-Feed-Abonennten
  • Anzahl Foren-Mitglieder / Neuregistrierungen
  • Verweildauer

Self-Service / Customer Care: Große Unternehmen setzen immer mehr auf Support-Seiten um den Kunden schneller bedienen zu können und andererseits auch die Call-Center-Kosten zu senken. KPIs für Self-Service-Seiten könnten sein:

  • Anzahl beantworteter Fragen (Nicht einfach zu messen)
  • Anzahl Downloads von Dokumenten (Handbücher, Anleitungen, Formulare etc.)
  • Anzahl der Support-Transaktionen (z.B. Stammdatenänderung)
  • Call-Center-Anfragen (die kann man natürlich auch nicht mit Webanalyse-Tools messen)

Branding-Sites: Zur Unterstützung und Aufbau der Marke sind vor allem Reichweite, Wahrnehmung und Besucherströme wichtig. Gut Meßbar wird die Geschichte, wenn man sich ein paar Gadgets überlegt um mit den Besuchern in Interaktion zu treten.

  • Anzahl der Besucher (Wiederkehrende / Einmalige)
  • Verweildauer
  • Gewinnspielteilnahmen
  • Registrierungen z.B. für Foren oder Newsletter
  • Downloads (Screensaver, Games, Wallpaper, Klingeltöne und was es noch an Klüngel gibt)

Die meisten Webseiten werden natürlich ein Mix aus diesen verschiedenen Typen sein und sicherlich sind auch noch andere Website-Typen identifizierbar. Dieser Artikel soll lediglich einen kleinen Einblick geben wie über die KPIs die Brücke vom reinen Tool zur Beantwortung konkreter Fragen geschlagen wird. All die ganannten KPIs lassen sich mit aktuellen Tools der Webanalyse messen.

Gerne ergänze ich den Artikel, wenn Ihr dazu ein paar Kommentare habt.


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