Web Analytics News

Web Analytics Tipps, Tricks und News

HTTP Statuscodes und Suchmaschinenoptimierung

Jeder Webmaster und Programmierer kennt sie, der normale Web-Surfer kennt zumindest einen davon. Die Rede ist von den HTTP-Statuscodes. Berühmtester Vertreter ist der 404 – Not Found.

Warum ist es so wichtig, dass unsere Seiten den richtigen Statuscode senden? Vor allem, wann ist es wichtig?

In den meisten Fällen wird es so sein, dass die Seite vorhanden ist und von Google indiziert werden kann/soll. Dann wird ein 200 – OK gesendet und alles ist gut.

Nun gibt es aber einige Fälle in denen ein anderer Status gesendet werden sollte um die korrekte Reaktion von den Suchmaschinen zu erreichen.


1. Die Seite existiert nicht mehr und soll daher auch nicht mehr im Index von Google erscheinen.

In diesem Fall sendet man einen 404. Sobald Google diese Seite das nächste mal besucht fliegt sie aus dem Index. So sollte es sein.
Aber Achtung: Viele Content Management Systeme wie z.B. Typo3 erzeugen eine selbstgenerierte Fehlerseite und geben dabei nicht den Status 404 zurück, sondern 200 – OK. Der Surfer erhält zwar eine Fehlermeldung und weiß, dass die Seite nicht mehr existiert, Google merkt das aber nicht und indiziert die Fehlermeldung. Das ist natürlich nicht erstrebenswert. Auf Fruit-Lab.de findet sich eine kurze Einführung, wie man mit Typo3 die richtigen Fehlercodes erzeugt.

2. Die Seite existiert noch, ist aber unter einer anderen URL zu finden

Dieser Fall kommt oft vor, wenn man auf ein neues CMS wechselt. Es ändern sich dann z.B. oft die Pfade, aber die Inhalte bleiben gleich. Hat man nun schon mit der Seite ein gutes Ranking in den Suchmaschinen, so möchte man das natürlich nicht verlieren nur weil man das CMS wechselt. In diesem Fall sollte man eine Weiterleitung einrichten, die als Status-Code 301 – Moved Permanently ausgibt. Google erkennt, dass die Seite umgezogen ist, vermerkt die neue Adresse und behandelt diese genauso wie die alte. Pagerank und Position bleiben erhalten.

Man sollte sich jedoch genau überlegen, ob eine Weiterleitung wirklich Sinn macht. Wenn man eine hohe Anzahl an Seiten auf die Startseite umleitet, nur weil die nicht mehr existieren, kann das auch nach hinten losgehen und evtl. als Duplicate Content gewertet werden. Es macht also durchaus Sinn kurz darüber nachzudenken, ob die Weiterleitung wirklich sinnvoll ist oder ob ein 404 vorzuziehen ist.

Den Status der Webseite herausfinden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um herauszufinden welchen Status meine Webseite denn nun zurückliefert. Eine Möglichkiet ist die Firefox-Extension Live HTTP-Headers. Damit können Sie während des Surfens direkt die Staus-Codes der besuchten Webseiten anzeigen lassen.

Die zweite Möglichkeit ist ein Online-Tool. Dort gibt man einfach die Adresse der Webseite ein und erhält dann das Ergebnis zurück gelifert. Das funktioniert besonders bei weitergeleiteten Seiten sehr gut, da der Status der ursprünglichen Seite ausgelesen wird.

Liste aller Statuscode

Hier noch eine Liste der möglichen Statuscodes. Ich weiss nicht, ob sie absolut vollständig ist, aber die wichtigsten sind auf jeden Fall dabei.

100 Continue
101 Switching Protocols
200 OK
201 Created
202 Accepted
203 Non-Authoritative Information
204 Nein Content
205 Reset Content
206 Partial Content
300 Multiple Choices
301 Moved Permanently
302 Moved Temporarily
303 See Other
304 Not Modified
305 Use Proxy
400 Bad Request
401 Unauthorized
402 Payment Required
403 Forbidden
404 Not Found
405 Method Not Allowed
406 Not Acceptable>
407 Proxy Authentication Required
408 Request Timeout
409 Conflict
410 Gone
411 Length Required
412 Precondition Failed
413 Request Entity Too Large
414 Request-URL Too Long
415 Unsupported Media Type
500 Internal Server Error
501 Not Implemented
502 Bad Gateway
503 Service Unavailable
504 Gateway Timeout
505 HTTP Version Not Supported


Comments are closed.