Google Web History – Langsam bekomme ich Angst
Google hat den neuen Dienst Google Web History gelauncht. Damit wird jeder Schritt den man in seinem Browser macht mitprotokolliert und steht für den späteren Abruf von jedem anderen Rechner aus bereit. Was auf den ersten Blick nach einer Erleichterung aussieht, macht mir aber langsam etwas Angst. Google geht mit riesigen Schritten auf das größte Behavioral Targeting-Netzwerk zu, im Grunde haben sie es schon und müssen nur noch ein wenig an der Technologie schrauben um die Daten zielgerichtet einsetzen zu können.
Ich bin zwar ein echter Freund von zielgerichteter Werbung und freue mich, wenn ich interessante Angebote während des surfens eingeblendet bekomme, aber deshalb muss ich doch nicht jeden verdammten Klick mitloggen lassen.
Eine weitere Überlegung aus beruflicher Sicht: Ich möchte möglichst die Suchergebnisse so präsentiert bekommen, wie sie auch die Nutzer dort draußen erhalten. Ich habe ja gar nichts davon, wenn ich Webseiten so optimiere, dass sie in meiner personalisierten Suche ganz oben auftauchen.
Sollte die Web History jedoch breiten Anklang finden so könnte sie die SEO-Arbeit durchaus beeinflussen, denn dann muss sich jeder SEO die Frage stellen, welche Auswirkungen die Optimierungen auf die personalisierten Suchergebnisse haben.
Angeblich kann man die Tracking-Funktion recht einfach deaktivieren, überhaupt muss man sie erst einmal explizit aktivieren und auch die Pagerank-Funktionalität der Google-Toolbar einschalten. Trotzdem, ich bleibe erst einmal dabei: Das geht mir einen Schritt zu weit. Ich will ja nicht immer gleich Post von einem Kredithai bekommen, nur weil Google meinen Kontostand gescannt hat


