Google Analytics Opt-Out selbst bauen

Bekanntlich bietet Google Analytics von Haus aus keine Möglichkeit des sog. Opt-Out an, also der Möglichkeit sich als User vom Tracking durch Google Analytics auszuschließen. Ob das nun die richtige Strategie von Google ist oder ob die Jungs in Mountain View das irgendwann nacheichen weiss ich nicht. Fakt ist jedoch, dass Google Analytics leider immer mehr ins Visier der Datenschutz-Heinis gerät und die Gefahr einer Abmahnung zunimmt. Ich will noch einmal ausdrücklich betonen, dass ich diese Datenschutzdiskussion auf dem Level für absurd halte, was jedoch kein Grund ist sie einfach zu ignorieren.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile einige Ansätze wie man sich ein Opt-Out für Google Analytics selbst bauen kann. Eine hat Marco Hassler vorgestellt und eine weitere habe ich bei Lars Johansson gefunden. Beide beruhen auf dem selben Prinzip. Man setzt einen Cookie in dem der Opt-Out-Status gespeichert wird. Ein Stück JavaScript fragt danach beim nächsten Besuch ab ob der User nun getrackt werden will oder nicht und führt dann den Google Analytics Code aus oder eben nicht. Eigentlich ganz einfach. Bedenken muss man dabei allerdings, dass dieser Status in dem Moment hinfällig wird, in dem ein User seine Cookies löscht, aber das ist nun mal so und Cookies soll man auch nicht löschen sondern essen ;-)

Ich habe nun mal testweise das Script von Marco auf meiner Datenschutzseite eingebaut und werde mal schauen was passiert. Ja ja, ist mir schon klar, dass jetzt erst mal jeder Besucher aus der WA-Szene sich vom Tracking ausnimmt um mich zu ärgern ;-) Macht ruhig, dann kann ich hinterher wenigstens behaupten, dass ich ja eigentlich viel viel mehr Traffic hätte, wenn nicht diese ganzen Opt-Outer wären ;-)

Darüber hinaus gibt es dann auch noch die leidige Diskussion um die IP-Adresse. Meine kann ruhig jeder haben, hier ist sie 82.83.108.238, zumindest gerade in diesem Moment ;-) Aber auch für dieses Problem gibt es bereits erste Do-It-Yourself-Lösungen. Eine findet Ihr auf eControlling.de.

6 Gedanken zu „Google Analytics Opt-Out selbst bauen“

  1. Die Aufregung um die IP-Adresse verstehe ich ohnehin nicht. Es ist eine Zahl, die wenig über mich aussagt und sich bei jeder Einwahl ändern kann.

    Von Nutzen ist die IP-Adresse für staatliche Behörden, die für ihre Zugriffsrechte allerdings kein Opt-Out anzubieten pflegen.

    Da finde ich es wesentlich beunruhigender, wenn übergreifende Profile über mein Surfverhalten (und meine Vorlieben) erstellt und für Targeting benutzt werden.

  2. Ich sehe das ganze sehr gelassen. Die IP-Adresse sagt nicht viel aus. Und zum Thema Datenschutz: Google soll mit den Daten machen was sie wollen.

  3. Ich frage mich, ob eine Opt-Out Option ausreichend ist. Soweit ich das verstanden habe, muss bei personenbezogenen Daten ein Opt-In verwendet werden, und laut Gerichtsurteil aus Berlin ist die IP Adresse eine personenbezogene Information.

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