Die 10/90-Regel

Ich möchte einmal kurz auf die 10/90-Regel der Webanalyse von Avinash eingehen, da genau dieses Thema auch der Tenor war als es auf der SES zu einer kleinen Diskussion zwischen WebTrends-Mitarbeitern und Kollegen von IndexTools kam.

Kurz gesagt lautet die Regel: Investiere 10 % des Webanalyse-Budgets in das Tool und die restlichen 90 % in die Personen, die die Webanalyse betreiben.

Kein Tool ist so gut, dass es die Arbeit des Webanalysten abnehmen kann. Egal ob es mir 10, 100 oder 500 Reports liefert, erst wenn sie richtig gelesen werden habe ich auch etwas davon. Man benötigt Know-How und Erfahrung um KPIs zu definieren, die von den Reports beantwortet werden sollen und dann entsprechende Handlungsempfehlungen aussprechen zu können. Ein guter Analyst wird mit dem schlechtesten Tool bessere Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Webseite geben können, als jemand ohne Background mit der teuersten Software.

Avinash empfiehlt bei einem sehr kleinen Budget lieber zu Google Analytics zu greifen und dann alles in einen Webanalysten zu investieren. Das wird eher zum Erfolg führen, als ein Produkt der teuren Marktführer zu kaufen ohne jemanden zu haben, der es bedienen und lesen kann.

Auch wenn mich mein Chef wahrscheinlich dafür schlagen wird, aber diese Ansicht teile ich zu 100 %.