Braucht Europa eine eigene WAA?
Eric T. Peterson hat aktuell einen interessanten Artikel veröffentlicht in dem er eine eigene WAA für Europa fordert.
Aus meiner Sicht liegt er nicht ganz falsch mit der Forderung. Speziell für deutsche Unternehmen ist es kaum einzusehen warum sie eine nordamerikanische Organisiation unterstützen sollten, wenn diese hauptsächlich auf den nordamerikanischen Markt ausgerichtet ist.
Auch ist es so, dass fast alle Führungsköpfe der WAA Amerikaner sind und Web Analytics primär mit der US-Brille betrachten. Ein europäisches Führungsgremium könnte sich viel mehr auf den europäischen Markt und dessen Bedürfnisse ausrichten. Ebenso könnte man auf europäischer Ebene Weiter- und Ausbildung besser fördern, als das jemals von einer amerikanischen Organisation aus möglich wäre.
Ein interessantes Thema. Ich denke viele derer, die sich tagtäglich mit Web Analytics beschäftigen kommen mit der amerikanischen Organisation gut klar, da sie sich auch viel am amerikanischen Markt orientieren. Aber besonders für Neueinsteiger und auch Endanwender hält sich der Nutzen doch in Grenzen.
Ich bin gespannt auf die Diskussionen zu dem Thema.
Kategorie: Webanalyse News




[...] gibt auch bereits europäische Stimmen, namentlich von Steve Jackson und Patrick Ludolph, die eine solche Web Analytics Association Europa unterstützen oder für diskussionswürdig [...]
Europa braucht mehr Unabhängigkeit von US-zentrierten Meinungen und Technologien
Der Beitrag von Eric T. Peterson ist höchst interessant. Er hat zweifelsohne recht mit seiner Äußerung, dass europäische Web-Analytics-Anbieter eine eigene Interessenvertretung brauchen, die unabhängig von US-zentrierten Vorgaben argumentiert. Denn noch immer herrscht bei US-amerikanischen Anbietern die Denke vor, dass sie allein über eine innovative und zukunftsfähige Technologie verfügen und europäische Web-Analytics-Unternehmen Jahre hinter dieser Entwicklung herhinken. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Vor allem deutsche Anbieter sind dem internationalen Wettbewerb mehr als gewachsen und verfügen über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Dazu kommt, dass sie ihren nordamerikanischen Wettbewerbern in Sachen lokalem Support und Kundenunterstützung um Längen voraus sind. Europäische Web-Analytics-Anbieter sollten sich ihrer führenden Rolle in Europa endlich bewusst werden und sich nicht länger hinter deren Erfolgen verstecken. Dazu gehört auch, seine Meinungsführerschaft in einer eigenen, unabhängigen Organisation auszudrücken, die sich ihre eigenen Maßstäbe setzt und sich nicht ausschließlich nach den Vorgaben der WAA richtet. Das Potenzial ist da. Jetzt ist es nur noch eine Sache der Koordination, ein europäisches Führungsgremium ins Leben zu rufen, das sich an den Bedürfnissen der Nutzer vor Ort orientiert.