Ihr werdet Euch sicherlich schon einmal gefragt haben wer denn eigentlich Eure Follower bei Twitter sind. Damit meine ich nicht wie die heissen, sondern was sie interessiert. Es gibt Millionen von Jägern und Sammlern da draussen, die nur darauf aus sind ihre Anzahl an Followern hoch zu pushen. Manchmal erkennt man schon am Twitternamen, das da mal wieder nur darauf aus ist, dass man ihm oder ihr zurück folgt.
Ich behaupte mal, dass 50% der Follower eigentlich gar nicht interessiert wer Ihr selbst seid und was Ihr schreibt. Nein, die wollen, dass Ihr gefälligst deren Tweets lest, da es Teil ihres Marketings ist. Um nun mal zumindest ein grundlegendes Gefühl zu bekommen für welche Themen sich denn meine Follower interessieren, könnt Ihr z.B. einen Dienst wie TwitterSheep verwenden. Dort gibt man seinen Twitternamen ein und es werden die Kurzbios der Follower analysiert und in Form einer Tagcloud dargestellt. So bekommt Ihr einen grundlegenden Anhaltspunkt über Themenschwerpunkte. Gut, das Tool ist nicht perfekt. Bei meinen Followern interessieren sich anscheinend alle für “UND”

Dennoch gibt es einige brauchbare Anhaltspunkte. Die Begriffe Marketing, Photographer, Fotograf deuten darauf hin, dass einiger der Follower sich durchaus für meine Themen Online-Marketing und Fotografie interessieren. Allerdings frage ich mich wo die Webanalysten sind? Oder gebt Ihr das alle nicht bei Twitter an?
Dazu ist zu sagen, dass ich der Meinung bin, dass Menschen twittern sollten und nicht Firmen. Das hat in meinem Fall zur Folge, dass jeder, der mir folgt weil er sich für Webanalyse interessiert auch unweigerlich mit meinen Fotografie-Themen zugetwittert wird. Aber so ist das nun mal, denn man folgt mir und nicht einem meiner Blogs.
Unfollowenswert hingegen finde ich Twitter-Accounts, die nur dazu genutzt werden Pressemitteilungen und Case-Studys zu veröffentlichen, die nur einen Firmennamen aber kein Gesicht haben. Das ist auf Dauer langweilig und führt sicherlich nicht dazu die Kommunikation eines Unternehmens mit der Community zu verbessern.
Ich schweife ab … aber mir gehen da momentan so ein paar Gedanken durch den Kopf.
Ein hervorragendes Beispiel für gute Twitternutzung in einem Unternehmen ist die Telekom mit dem Twitter-Account @telekom_hilft. Diesen können andere User anschreiben wenn sie ein Problem mit der Telekom haben. Darauf hin bekommt man jedoch keine dieser typischen PR-Approved-Responses, sondern einen persönlichen Ansprechpartner und eine persönliche Antwort, die sich mit dem Problem beschäftigt. Dahinter verbirgt sich ein Team von 7 Telekom-Mitarbeitern, die auf diesem Weg Kundenservice betreiben und das anscheinend sehr erfolgreich.
Aber um mal wieder zum Ausgangsthema zurück zu kommen. Es dürfte schwer sein anhand der Kurzbio im Twitterprofil herauszufinden, ob der Follower der richtige ist. Betrachtet man sich jedoch eine große Masse, so kann diese Betrachtung ein wertvoller Hinweis sein. Daraus lässt sich neue Motivation schöpfen, denn wer mag es nicht, wenn Gleichgesinnte ihm folgen und gerne lesen, was er oder sie so zwitschert.
Eigentlich wollte ich nur mal kurz TwitterSheep erwähnen
Bei Twitter findet Ihr mich als @neunzehn72.
Kategorie: Webanalyse | 1 Kommentar »